Mit dem Rad durch Amsterdam

Amsterdam, die Stadt der Grachten, Coffeeshops und Fahrräder. 2015 bin ich vier Tage in Amsterdam gewesen und bis heute lässt mich die Stadt nicht los. Eigentlich wollte ich keine Blogeinträge schreiben von Städten, bei denen ich vor Jahren gewesen bin.

Aber bei Amsterdam fühle ich mich regelrecht verpflichtet etwas dazu zu schreiben, da ich nicht weiß, wann ich mal wieder in den Genuss dieser schönen Stadt komme.

Das Fahrrad: dein ständiger begleiter

Das wichtigste das ihr vor einem Amsterdam Trip wissen solltet ist, dass ihr hier alles mit dem Fahrrad erkunden könnt. Sogar noch viel besser als mit dem Auto oder anderen Verkehrsmitteln. Das Fahrrad ist der König der Strasse, zumindest hier. 
In Deutschland muss man sich als Radfahrer schon manchmal richtig durchkämpfen. In Amsterdam ist das genau anders herum. Da stehen die Autos teilweise blöd rum, da die Radfahrer einfach irgendwie immer Vorfahrt haben (egal wie die Vorfahrtsregel ist) und scheinbar haben Radfahrer auch immer Grün (auch wenn es Rot ist). Wir haben uns anderen Radfahren angeheftet und sind so extrem schnell von A nach B gekommen.
Also meine erste ganz klare Empfehlung: Leiht euch vor Ort ein Hollandrad aus, viele Hotels oder Hostels bieten diesen Service sogar an.

Übernachten in Einer strassenbahn

Beim Recherchieren über ein geeignetes Hotelzimmer bin ich irgendwann über das Hotel not Hotel gestoßen. Das Hotel bietet verschiedene Zimmer an die wirklich besonders schön gestaltet sind. So haben wir in einem Strassenbahn Imitat geschlafen, das einfach mitten im Gemeinschaftsraum stand. Das ganze Hotel ist Design technisch wirklich gelungen und man staunt über die verschiedenen Zimmerarten. Wir hatten natürlich ein Gemeinschaftsbad, es gibt aber auch teurere Zimmer mit eigenem Bad. Es war bequem, sauber, die Leute vor Ort haben sehr gut Englisch gesprochen und waren sehr freundlich und hilfsbereit. 
Wir konnten uns hier auch Fahrräder gegen eine Gebühr ausleihen. Den genauen Betrag weiß ich nicht mehr, für zwei Tage und zwei Personen haben wir aber um die 20,00 € gezahlt. Wir haben auch für 9,00 € pro Person ein ganz tolles Frühstückskörbchen vor die Tür bekommen und das Zimmer hat pro Nacht für zwei Personen 61,00 € gekostet.
Von der Lage her, ist das Hotel nicht ganz so zentral. Es fährt aber in der Nähe eine Straßenbahn, mit der man in ca. 15 Minuten im Zentrum ist. Oder ihr fahrt einfach mit dem Rad, das geht sogar noch schneller.

Sich einfach treiben lassen

In Amsterdam hatten wir tatsächlich nicht wirklich irgendwas geplant. Das einzige das ich auf jeden Fall machen wollte, war mit dem Pfannenkuchenboot fahren (dazu gleich mehr). 
Amsterdam ist aber so eine Stadt, in der man sich einfach mit der Menge treiben lassen kann. Entweder mit dem Fahrrad drauf losfahren und die ganzen schönen Häuserfassaden bestaunen oder wirklich einfach durch die City schlendern.

Es gibt immer etwas zu sehen, essen oder shoppen.
Ein bekannter Touristenmagnet ist das "I AMsterdam"-Zeichen vor dem Rijksmuseum, bei dem man sich gemütlich hinsetzen und ein wenig die Leute an einem vorbeiziehen lassen kann.

Mit dem Pannenkoekenboot fahren

Eine Grachten fahrt haben wir leider nicht gemacht, das muss beim nächsten Besuch sein, aber mit dem "Pannenkoekenboot" (zu Deutsch "Pfannenkuchenboot") wollte ich unbedingt fahren. Eine Rundfahrt mit einem Pfannenkuchen All-you-can-eat. Es gibt viel deftige sowie süße Beläge und man kann sich seine Pfannkuchen immer selbst zusammenstellen.
Während der Fahrt mit dem Boot bekommt man vor allem die vielen neuen Gebäude mit toller Architektur zu sehen. Für eine 75-Minütige Fahrt haben wir pro Person 18,50 € gezahlt.
Die Pfannkuchen waren super lecker und ich würde die Tour jederzeit wieder buchen.

De taart van m'n tante

Irgendwo auf einem Reiseblog, ich weiß leider nicht mehr welcher, habe ich vom kleinen Café "De Taart van m'n tante" gelesen (Der Kuchen meiner Tante). Dort stand, dass das wohl der beste Kuchen in ganz Amsterdam sein sollte. Die Bilder sahen süß aus und so machten mein Mann und ich uns auf unserem Rad unterwegs in die Ferdinand Bolstraat 10 um uns ein leckeres Stück Kuchen zu gönnen. 
Es war nicht ganz einfach den Laden zu finden, wir sind ein paar mal umhergeirrt (was aber gut war, so haben wir immer tolle Spots entdeckt). Als wir aber endlich da waren, um den Kuchen zu probieren waren wir sehr angetan. Vielleicht nicht der beste, aber auf jeden Fall einer der besten Kuchen.

Das Käsemuseum

Wir haben Pommes gegessen und sind durch verschiedene Gassen gegangen und plötzliche standen wir vor dem Käsemuseum. Es sah von außen schon sehr schön aus also wir haben dann schnell unsere Pommes verschlungen und sind eingetreten.
Leider habe ich es verpasst hier Bilder zu machen, aber es gibt hier so eine unendlich große Anzahl verschiedenster Variationen an Gouda. Man kann zusehen wie Käse hergestellt wird und auch die ganzen Sorten probieren. Wir haben dann Käse als Mitbringsel für die Familie gekauft und für uns selbst noch drei verschiedene Sorten (Paprika, Pesto und einen ganz klassischen Gouda). Der Käse kam gut an und er hat uns auch wirklich gut geschmeckt.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich diese Stadt wirklich in mein Herz geschlossen habe und hoffe, dass ich sie bald noch einmal Besuchen kann. Wir haben jetzt eher weniger "Sight Seeing" gemacht und waren auch in keinem Museum, aber vielleicht war gerade deshalb der Trip so besonders, weil wir einfach nur die Stadt und ihre Menschen genießen konnten.

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