Kaltes Wochenende in Stockholm

Vor zwei Wochen stand mein erster Hochzeitstag an. Ja, ihr lest richtig, wir waren so verrückt im Januar zu heiraten - Winterhochzeiten sind einfach was tolles!

Leider haben wir nicht frei bekommen, also haben wir einen Wochenendtrip unternommen. Da standen wir dann vor der Frage: Wohin? Unter die engere Auswahl fielen Paris, Budapest, Wien, Kopenhagen und Stockholm. Alles Städte die auch im Winter als sehr sehenswert gelten. Unsere Wahl fiel dann auf Stockholm und wir haben es nicht bereut - die Stadt hat uns in diesen 48 Stunden voll in ihren Bann gezogen.


Durch die Stadt flanieren

Wenn man nur 48 Stunden Zeit hat, kann man sich logischerweise nicht so viel ansehen. Als Erstes sind wir einfach mal durch die City gelaufen. Wir sind um die 6 Stunden einfach nur gelaufen und haben über die beeindruckende Architektur gestaunt. Es war ziemlich kalt und bewölkt, aber uns stört sowas nicht so sehr. Im Sommer kann jede Stadt toll sein, im Winter zeigt sich erst ob eine Stadt für mich wirklich überzeugen kann. Und ja, Stockholm konnte das - anders als zum Beispiel Oslo. Bei Oslo waren wir von der Stadt nicht so sehr angetan, obwohl Norwegen als Land wunderschön ist. 

In Stockholm gibt es einfach so viele Gebäude bei denen man stehen bleibt uns sich denkt „Wow!". Zusätzlich haben es mir die kleinen Geschäfte angetan mit den schönen liebevoll dekorierten Schaufenstern. Ich hätte am liebsten jedes einzelne besucht, aber zum shoppen war leider keine Zeit - vielleicht nächstes Mal.

Eine gute Aussicht auf die Stadt hatten wir übrigens auf Monteliusvägen (Nordufer des Södermalm). Es geht ein schmaler steiler Fußweg hoch. Er ist etwas lang, aber wenn man einmal ankommt hat man eine wirklich tolle Aussicht.

Schwedische speziAlitäten

Stockholm gilt als Gourmetmetropole und so mussten wir uns natürlich auch kulinarisch ein wenig ausprobieren. So richtig typisch Schwedisch konnten wir nur Kleinigkeiten essen. Zum Frühstück gab es ein paar Köttbullar (kleine Hackbällchen - lecker!) und wir haben sehr viele Hot Dog Stände gesehen. Ich dachte das wäre ein IKEA Ding mit den Würstchen, aber nein, es gibt sie wirklich an jeder Ecke. Ich bin nicht so der Hot Dog Fan, aber ich musste mir dann doch einen gönnen. Ein leckeres Sandwich haben wir uns bei Joe & the Juice geholt. Eine Kette mit sehr leckeren frisch zubereiteten Sandwiches, vieles auch in Vegan.

In Stockholm gibt es auch verdammt leckere Süßspeisen, so haben wir einen Princesstårta genoßen (Törtchen mit Vanillecreme, Sahnefüllung und giftgrüner Marzipan Haube) sowie ein Semla (Hefeteigbrötchen mit Vanillecreme oder Sahnefüllung). Ja die Schweden lieben Süßspeisen, aber sie lieben auch Sport. Ich habe noch nie so viele Menschen bei so einer Kälte draussen joggen sehen. Da haben sie sich ihre Köstlichkeiten definitiv auch verdient.

 

Das Vasa Museum

Altes versunkenes Schiff aus dem 17. Jahrhundert das geborgen wurde und nun ausgestellt ist. Klingt interessant? Ist es auch! Das Vasa Museum wollte ich sehr gerne sehen, ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen wie das einst versunkene Schiff jetzt aussehen mag. 

Der Eintritt betrug 130 SEK, also ca. 13 € pro Person, dafür hat es sich aber auch wirklich gelohnt. Es ist nicht nur das reine Schiff ausgestellt, sondern es gibt einen Film über die Geschichte, es sind viele Miniaturen ausgestellt die das Schiff selbst oder die Bergung etc. noch einmal verdeutlichen. Wir haben uns um die drei Stunden dort aufgehalten, es gibt also schon einiges zu sehen. Das Museum hat mehrere Stockwerke, so kann man das Schiff auch mal von ganz unten oder auch von oben ansehen. Wirklich spektakulär.

Das Schiff war viel zu groß um es in ein Bild zu packen, deshalb hier ein Bild der Miniatur mit dem Original im Hintergrund.

FAZIT?

Stockholm ist eine hippe, moderne und coole Stadt. Wir wären gerne länger geblieben. Trotz der Kälte waren wir gerne draußen und haben die Gassen erkundet. Die Altstadt kann ich übrigens nicht so empfehlen. An sich eine total schöne Ecke, leider ist jedes zweite Geschäft ein Souvenirshop. Das zerstört irgendwie den Flair. Aber wir kommen definitiv noch einmal her, irgendwann im Sommer und dann auch ein paar Tage länger.

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