Ein Wochenende in Mailand (Werbung)

Mailand - die Modestadt.

Mein Interesse war eigentlich nie so groß, aber es gibt sehr angenehme Zugverbindungen aus der Schweiz und ich dachte mir Hey, warum eigentlich nicht mal ein Wochenende in Mailand verbringen?".

Das war zugleich ein reinschnuppern zum solo Reisen, denn Alex war an dem Wochenende Skifahren. Ich muss ehrlich sagen, ich bewundere alle, die alleine Reisen! Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich alleine war oder Mailand einfach nicht meine Stadt ist, aber: Ich bin wirklich froh einen so tollen Reisebuddy zu haben, mit dem ich alle Erlebnisse teilen kann! 

Mailand entdecken mit Hi, Hi Guide

Kennt ihr das, wenn man in großen Städten etwas verloren ist und sich denkt: Jetzt hätte ich gerne jemanden, der mir seine Geheimtipps verrät". Ich habe das gerade in unseren größeren europäischen Städten, deshalb möchte euch ich heute die Firma Hi, Hi Guide* vorstellen. 

Auf der Website habt ihr die Möglichkeit euren Zielort einzugeben und einen local Guide für euren Aufenthalt zu buchen. Die Zeit bestimmt ihr! Eine Stunde, zwei oder doch fünf? Nachdem ihr eure Daten angegeben habt, wartet ihr einfach ein paar Tage auf Rückmeldungen. Die Locals die Zeit haben, schicken euch ein Angebot mit ihrer Preisvorstellung für den Zeitrahmen. In meinem Fall gab es zwei Angebote und ich habe dann das angenommen, das mich mehr angesprochen hat.

Gezahlt wird mit Kreditkarte und eure Handynummer wird für den Guide hinterlegt. Mein Guide hat mich eine Woche vor dem Treffen angeschrieben, was ich mir für die Tour vorstelle. Nach kurzem hin- und her war dann alles geklärt und ich war gespannt auf diese neue Erfahrung. 

 

Zu Zwecken der Transparenz:

Den Guide habe ich von Hi, Hi Guide zu einem vergünstigten Preis buchen können. Bei dem Link handelt es sich zusätzlich um einen Affilate Link*.

Die nicht so überzeugende Tour

Obwohl ich vom Konzept von Hi, Hi Guide* sehr angetan bin, muss ich ehrlich gestehen: Mein Guide war absolut nicht überzeugend. 

Er war grundsätzlich sehr nervös, da ich seine erste Kundin war und ehrlich gesagt nicht sehr informiert. Sein Englisch war nicht gut verständlich, sodass er mir hier und da ein paar Informationsbrocken zukamen ließ und wenn ich mehr dazu wissen wollte, hatte er leider keine Ahnung. Während der schwierigen Kommunikation sind wir durch Mailand marschiert - in einem sehr zügigen Tempo! Das war für mich keine Tour, sondern ein schneller, 2-stündiger Spaziergang durch Mailand. Das hätte ich auch ohne ihn geschafft. Viel gesehen, aber fast nichts erfahren. So würde ich meine Zeit mit ihm beschreiben.

Getroffen haben wir uns bei der Porta Venezia, eines der historischen Stadttore der Stadtmauern Mailands. Dort ist auch direkt eine U-Bahn, weshalb es sehr einfach ist dort hinzukommen.

Unsere Route war folgende: Durch einen Park durchlaufen, ein wenig Altstadt, ein wenig Moderne, wieder einen Park und einen Berg. Mein Wunsch war die Stadt überblicken zu können, deshalb auf den Berg. Wie der hieß, musste ich übrigens selbst via Google Maps herausfinden: Monte Stella. Den würde ich auch jederzeit empfehlen, das Stück Natur tut wirklich gut inmitten so einer Großstadt.

Die Route klingt jetzt irgendwie nichts sagend? Ja, finde ich auch. Und so habe ich auch einfach die ganze Tour wahrgenommen. Wirklich schade, denn es hat nicht dazu beigetragen, dass ich mich in Mailand wohlfühle.

Von der Tour selbst, kann ich wirklich nicht so viel berichten, da ich absolut keine Ahnung habe, was ich mir eigentlich angesehen habe. Ein richtiger Reinfall also! 

 

Ich habe aber noch Insider Tipps, welche ich selbst jedoch nicht ausprobiert habe:

  • Cotoletta alla Milanese: eine mailändische Spezialität, welche an Wiener Schnitzel erinnern soll. 
  • Amici Miei: Ein Restaurant in dem es sehr gutes Essen geben soll, welches allerdings auch recht laut ist. Nahe der Bocconi Universität.
  • Einige gute Restaurants sollen sich ebenfalls in der Strasse V.le Bligny befinden.

Mailand auf eigene Faust: Castello Sforzesco

Nach den, für mich nicht so gelungenen, ersten zwei Stunden in Mailand, musste ich unbedingt auf eigene Faust los und habe mir hier die klassischen Sehenswürdigkeiten angesehen.

 

Im Parco Sempione liegt das Castello Sforzesco, ein wunderschönes Schloss in der Altstadt Mailands. Die hohen Mauern und Türme haben mich an die Nürnberger Burg erinnert, weshalb ich mich hier sofort wohlgefühlt habe. Ein Stück Zuhause eben, das kann ja nur gut sein!
Das Schloss beherbergt Museen, das Stadtarchiv der Fotografie, eine archäologische Stadtbibliothek etc. 

Der Eintritt ins Castello Sforzesco ist kostenfrei, für die Museen werden 5 € Eintritt verlangt. Ermäßigten Eintritt gibt es für 3 €. 

Achtung: Um die bekanntesten Sehenswürdigkeiten warten einige Männer darauf einem Armbändchen zu verkaufen. Mir sind sie nur hier und beim Dom aufgefallen. Wenn man nicht aufpasst, dann binden sie einem das Armband sehr schnell um und wollen dann ihr Geld. Einfach Hände in die Hosentaschen und ignorieren! Einer hat sich mir so stark aufgedrängt, dass ich ihn anschreien musste. 

Der Mailänder Dom

Der Dom - DAS Wahrzeichen Mailands. Das einzige Gebäude, das ich vorher von Mailand kannte. Die römisch-katholische Kirche ist wahrlich ein Augenschmaus. Prunkvolle Kirchen sieht man ja oft, aber das ist einfach noch einmal ein ganz anderes Niveau. Wusstet ihr, dass der Mailänder Dom die drittgrößte Kirche der Welt ist? Zwischen 07:00 Uhr und 19:30 Uhr kann man die Kirche für 3,00 € pro Person von innen bestaunen, macht euch aber auf sehr lange Schlangen gefasst. Es kann durchaus zwei Stunden dauern bis man reinkommt, da von jedem die Taschen kontrolliert werden. Mit zu kurzer Kleidung kommt man übrigens nicht hinein! Deshalb auch im Sommer darauf achten, dass man angemessen bedeckt in die Kirche geht. Die Karten sind übrigens nicht direkt beim Eingang erhältlich, sondern nebenan. Also erst Karten kaufen und dann anstellen.

Wenn man sich das Gebäude von Innen fertig angesehen hat, kann man zusätzlich den Lift für 13,00 € oder Treppen für 9,00 € nach oben nehmen. Ihr könnt hier einfach über das Dach spazieren, was wirklich toll ist. Auch hier gibt es ermäßigten Eintritt.

Viktor-Emanuel-Galerie

Die Galleria Vittorio Emanuele II ist eine sehr luxuriöse Einkaufspassage nahe des Mailänder Doms. Die Luxusläden haben mich jetzt nicht wirklich beeindruckt. Da ich regelmäßig die Bahnhofstrasse in Zürich entlanglaufe, habe ich mich bereits an unglaubliche Preise im Schaufenster gewöhnt.

Die Architektur der Passage ist hier das faszinierende. Sehr prunkvoll und einfach wunderschön! Wenn sowieso der Dom besichtigt wird, sollte man hier zumindest kurz durchlaufen. Ihr solltet aber nicht zu unaufmerksam die Decke bestaunen, in Mailand, vor allem hier, lauern Taschendiebe. 

Das beste Eis in Mailand: Chocolat Milano

Mein Hotel war in der Nähe des wunderbaren "Chocolat Milano", einem Café bei dem es ganz wundervolles Eis gibt!
Ich habe hier so gutes Eis gegessen und scheinbar sehe nicht nur ich das so. Ich bin relativ früh daran vorbeigelaufen und habe mir spontan ein Eis gekauft. Als ich deutlich später wieder dort ankam (und auch am Tag danach), war eine sehr lange Schlange vor dem Café. Hab ich hier etwa zufällig Mailands bestes Eis entdeckt? Wer weiß, aber die Leute haben ihr Eis wirklich in vollen Zügen genossen!

Wo? Via Giovanni Boccaccio, 9, 20123 Milano MI, Italien

U-Bahn Tickets in Mailand

Ich bin in Mailand überwiegend gelaufen, aber ein oder zweimal habe ich dann doch auf die U-Bahn zurückgegriffen. Es gibt verschiedene Tickets, für jeden Aufenthalt das passende. Die Tickets sind für U-Bahnen und Busse möglich.

Einzelticket: 1,50 €

Tagesticket: 4,50 €

48-Stunden-Ticket: 8,25 €

10-Fahrten-Ticket: 13,00 €

Abendticket (von 20:00 Uhr bis Service Ende): 3,00 € 

Free WiFi in Mailand

In Mailand gibt es einige kostenlose Wifi Spots. Diese befinden sich hier:
1. Openwifimilano - in der Gegend um das Zentrum gibt es einige Spots, vor allem an öffentlichen Plätzen zu finden.

2. An den U-Bahn-Stationen Duomo, San Barilla und Cadorna 

3. An jeder Post Stelle (Poste Italiana) 

Fazit

Mailand selbst hat mich nicht wirklich überzeugt. Es hat nicht dieses italienische Flair, welches ich so gerne in Bella Italia habe. Ich werde Mailand sicher noch eine zweite Chance geben, denn ich möchte mal ein Wochenende im Zeichen der Kunst dort verbringen. Kunstmuseen, das Abendmahl und eine Da Vinci Ausstellung hätte ich gerne untergebracht, allerdings ist ein Wochenende natürlich viel zu knapp. Vielleicht überzeugt mich die Stadt ja bei einem zweiten Besuch. Falls nicht, ist das aber auch kein Drama, man kann sich nun mal nicht überall wohlfühlen.

Trotz der eher schlechten Erfahrung, würde ich noch einmal eine Tour mit Hi, Hi Guide* in Erwägung ziehen. Mal sehen, wie das nächste Fazit ausfällt.

Wart ihr schon in Mailand und habt ihr ein paar Tipps für meinen zweiten Besuch? Wie hat euch Mailand gefallen?

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