Tongariro National Park

Bekannt geworden als Schauplatz von Mordor in Mittelerde - der Tongariro National Park. Um die 80.000 Hektar groß und von UNSECO zum Weltkultur- als auch Weltnaturerbe ernannt. 

Hier finden sich gleich drei Vulkane: der Ruapehu (2.797 Meter), der Ngauruhoe (2.291 Meter) und der Tongariro (1.968 Meter). Der berühmteste dürfte Ngaruhoe sein, welcher den Schiksalsberg in Der Herr der Ringe darstellt.

Eine der beliebtesten Tageswanderungen ist das Tongariro Alpine Crossing, welches sich auf 19,4 Kilometer erstreckt. Die ganze Zeit hatten wir uns auf diese Erfahrung gefreut, um dann bitter enttäuscht zu werden. Ich war durch eine Erkältung so angeschlagen, dass ich mir die Strecke nicht zutraute. Schon im gesunden Zustand, wäre die Tour eine Herausforderung für mich gewesen, aber im geschwächten Zustand wollte ich das meinem Körper nicht zumuten. Aber die Enttäuschung hat sich schnell gelegt, denn das kam jetzt auf unsere Liste der Dinge, die wir bei einem zweiten Besuch noch erleben möchten. Vor allem auf der Nordinsel gibt es so einiges nachzuholen!

Die Taranaki Falls

Wenn man schon nicht das Alpine Crossing macht, muss man wenigstens etwas anderes im Nationalpark machen. Ich wollte wenigstens ein klein wenig Mordor Feeling. Nach kurzer Recherche kam ich auf die Taranaki Falls, einem schönen Wasserfall im Nationalpark. Hierbei handelt es sich um einen Rundweg, der um die zwei Stunden dauern soll. Das klingt machbar und spannend, also haben wir unsere Rucksäcke gepackt und uns auf den Weg gemacht. 

Die Highlights der Wanderung sind nicht nur der Wasserfall, sondern auch der Blick auf die Vulkane Ngauruhoe und Ruapehu. Überhaupt ist die Landschaft sehr abwechslungsreich. Wir haben in einer sehr kargen Landschaft begonnen, der Blick auf den Schicksalsberg gerichtet, um dann bei der Hälfte des Weges den Wasserfall zu entdecken. Ein Blick von Oben ist möglich (man sollte möglichst schwindelfrei sei!) um dann anschliessend über Stufen nach unten zu laufen. Nach einer kurzen Pause am Wasserfall sind wir weitergelaufen. Diesmal geht der Weg allerdings an einem Fluss entlang durch grüne Wälder. Phänomenal! Trotz der faszinierenden Touren in Hobbiton, Rotorua und White Island war die Wanderung bis dato mein liebster Tag in Neuseeland. Ich hatte dort endlich Zeit meine Gedanken zu sammeln und hatte das Gefühl: Jetzt bin ich endlich in Neuseeland angekommen! Diese abwechslungsreiche Landschaft hatte ich von diesem Land erwartet und meine Erwartungen wurden sogar übertroffen.

Wenn man ein bisschen mehr Zeit auf der Nordinsel hat oder das Alpine Crossing aus diversen Gründen nicht machen kann, empfehle ich die kurze Wanderung zu den Taranaki Falls. Sie ist wirklich leicht zu laufen und auch für ungeübte Wanderer machbar. Eine Kopfbedeckung wäre bei hohen Temperaturen zu empfehlen.

Von Rangipo nach Wellington - die Desert Road

Wir wollten eine der interessantesten Straßen Neuseelands fahren: die Desert Road. Normalerweise fährt man diese nicht unbedingt entlang, wenn man im Tongariro Nationalpark verweilt, da der Eingang zum Nationalpark im Westen und die Desert Road im Osten ist. Wenn man dann im Nationalpark fertig ist, fährt man meistens von Westen in den Süden. Wir haben allerdings einen Umweg genommen und sind die Strecke von Westen zurück nach Norden gefahren, um dann östlich des Nationalparks entlangzufahren. Würden wir den Umweg wieder nehmen? Definitiv! 
Die Desert Road, auf dem State Highway 1, ist 52 Kilometer lang und im Winter oft wegen zu viel Schnee gesperrt. 
Die Landschaft ist trocken, aber wunderschön. Es gibt nicht wirklich Aussichtspunkte, man sollte also einfach die Fahrt genießen. Einfach mitten auf der Straße stehenbleiben für ein gutes Foto ist sehr gefährlich und hat in dieser Region bereits oft zu Unfällen geführt.

Kurzer Stopp vor Wellington: Otaki

Als kleinen Tipp für einen Stopp zwischen Rangipo und Wellington empfehle ich die kleine Stadt Otaki. Die Fahrtzeit beträgt 3 - 4 Stunden. Dort gibt es an sich nicht so viel, aber dafür haben sie einen sehr schönen Strandabschnitt, den Otaki Beach. Wir haben uns eine zweistündige Pause gegönnt, in der wir schwimmen waren.

In Otaki gibt es außerdem noch einige Outdoor Outlet Stores. Wir haben uns zum Beispiel im Kathmandu Store erst mal ein wenig für die Südinsel eingedeckt. 

Von Otaki nach Wellington sind es dann auch nur noch 1 - 1,5 Stunden um dann am nächsten Tag mit der Fähre auf die Südinsel überzusetzen. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Monika (Montag, 15 Juli 2019 08:24)

    Bin nun endlich auch dazu gekommen, deinen Beitrag zu lesen. Traumhafte Bilder! Beim Reisen macht man oft die Erfahrung, dass etwas nicht klappt oder enttäuschend ist, auf das man sich sehr gefreut hat. Das Schöne daran: es kann auch umgekehrt sein und später werden die Enttäuschungen und Desaster dafür oft zu spannenden Reiseerzählungen.
    Wäre ja langweilig, wenn immer alles reibungslos funktionieren würde ;)

    Ich dachte irgendwie immer, Neuseeland sei grüner, es sieht doch recht trocken aus. Trotzdem natürlich wunderschön! Der Reiz am Reisen ist ja auch, unbekannte Landschaften zu sehen. Wenn es allzu europäische ausgesehen hätte, wäre es nicht so faszinierend. Diese unendliche Weite finde ich schon toll! Wäre auch schön, wenn Europa nicht so dicht besiedelt wäre und an den schönen Orten nicht so furchtbar viele Touristen wären. Wie war das in NZ? Gab es da auch diese Touristen Hotspot?

    Mlg Monika